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Bundesnetzagentur veröffentlicht Gutachten der Universitäten Hannover, Dresden und Clausthal zur Nutzung von Bahnstromtrassen für den Ausbau der öffentlichen Stromversorgungsnetze

Das Gutachten wurde durch ein Konsortium aus Instituten der Leibniz Universität Hannover (Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik, Prof. Dr.-Ing. habil. Lutz Hofmann), der Technischen Universität Dresden (Institut für Institut für Bahnfahrzeuge und Bahntechnik, Prof. Dr.-Ing. Arndt Stephan) sowie der Technischen Universität Clausthal (Institut für deutsches und internationales Berg- und Energierecht, Prof. Dr. jur. Hartmut Weyer) unter Koordination durch das Institut für Energieversorgung und Hochspannungstechnik der Leibniz Universität Hannover im Auftrag der Bundesnetzagentur und in Begleitung durch das BMWi und BMVBS, das Eisenbahnbundesamt, die Deutsche Bahn AG und Vertreter der vier Übertragungsnetzbetreiber erstellt.

In der Studie wurde untersucht inwieweit die Nutzung von Bahnstromfernleitungstrassen für Energieleitungen der öffentlichen Stromversorgung einen hilfreichen Beitrag im Rahmen der aktuellen Netzausbauplanung leisten kann. Hierbei kommt das Gutachten zu dem Schluss, dass die Nutzung von Bahnstromleitungen einer Vielzahl von Einschränkungen unterliegt, die in der häufig sehr optimistischen, öffentlichen Diskussion meist unbeachtet bleiben.

So ist eine Parallelführung von 16,7-Hz-Bahnstromfreileitungen und Erdkabeln mit Hochspannungsgleichstromübertragungs(HGÜ)-Technik zwar technisch prinzipiell möglich, allerdings stellt diese Variante auch die mit Abstand teuerste Möglichkeit dar. Mit Blick auf wirtschaftliche Gesichtspunkte schlagen die Gutachter daher im Ergebnis die weitere Prüfung einer Parallelführung von 16,7-Hz-Bahnstrom- und HGÜ-Stromkreisen auf einem gemeinsamen Mastgestänge vor. Hierfür sind vorher jedoch störungsarme Umbaulösungen zu entwickeln, da die vorhandenen Bahnstromfreileitungsmaste durch neue kombinierte Maste ersetzt werden müssten.

Das Gutachten mit dem Titel "Machbarkeitsstudie zur Verknüpfung von Bahn- und Energieleitungsinfrastrukturen" ist auf der Internetseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.